FH Potsdam (FHP)
RAUS AUS DER SCHUBLADE
Damit der kreative Output des Fachbereichs Design am Semesterende nicht in den Planschränken des Campus verschwindet, reichert die FH Potsdam den Lehrbetrieb regelmäßig mit praxisnahen Projekten an. Die dazugehörigen Kursdokumentationen dienen dem internen ZETUP Transferservice als Werbe- und Akquisemittel für zukünftige Kooperationen.

Konzept, Text, Redaktion: Iven Sohmann
Gestaltung: Mandy Puchert (FHP Hochschulkommunikation)





Potsdamer Straße
FLOWERPOWER & UNDERCOVER
Von palästinensischen Automobilgebieten und Fata Morganen am Wintergarten. Von Streifenwagen und gewagten Streifen. Von florierenden Parkplätzen und verdeckten Verbrechen. Ein Spaziergang in Wort und Bild vom Pallasseum zum Potsdamer Platz.

»Potsdamer Straße, Berlin-Schöneberg.
Florierende Parkplätze für florierende Geschäfte.
Mitten im Winter hegen ansässige Firmen Frühlingsgefühle, denn vereinzelt blüht es wieder im Problembezirk. Nachdem die ehemals so bedeutsame Straße aufgrund der Deutschen Teilung partiell einging, erreicht sie augenscheinlich wieder mindestens Mauerblümchen-Status.
Durch die Blume spricht man bereits darüber: Bald wird hier bewiesen, dass Defloration nicht zwangsläufig ein irreversibler Prozess ist.
Denn die ›Potse‹ ist eine Rose ist eine Rose ist eine Rose.«

»Potsdamer Straße, Berlin-Schöneberg.
Verdeckte Verbrechen für verdeckte Ermittler.
Im Morgengrauen des zehnten Novembers wurden Schandflecke von bislang unbekannten Anwohnern provisorisch unter den Teppich gekehrt. Alles nur Fassade? Sicher hätten sie die Schmierfinken lieber gestellt und sich vorgeknöpft, anstatt Geknüpftes davorzustellen, doch wenn ›Graffiti in flagranti‹ scheitert, folgt eben ›Graffiti inkognito‹.
Natürlich sind diese Bemühungen zunächst oberflächlich, doch der Kern der Sache ist aller Ehren wert – demonstriert er schließlich den wachsenden Gemeinsinn einer intakten Straße.
Hier steht nicht nur was vor der Wand.
Hier steht was vor dem Wandel.«

Vom 01.–09. April 2011 sind »Flowerpower & Undercover« als Teil der Gruppenausstellung »Vom Sozialpalast zum Kulturforum« in der Berliner Galerie cubus-m zu sehen. Zudem wird »Undercover« gleichzeitig als Finalbeitrag des 1/Award-Wettbewerbs auf der 5. Triennale der Photographie in Hamburg ausgestellt.
www.cubus-m.com
www.oneaward.de
